Neue RKI-Zahlen: So wenig Neuinfektionen gab es seit drei Monaten nicht mehr

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiterhin fest im Griff. Trotzdem gibt es Lichtblicke: Am Montag meldete das RKI so wenige Neuinfektionen wie seit drei Monaten nicht mehr. Die Rufe nach Ende des Lockdowns werden immer lauter. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Corona-Pandemie am 25. Januar 2021

  • Kalifornien lockert einige Corona-Maßnahmen (22.47 Uhr)
  • 5999 Neuinfektionen in Deutschland – 473 Todesfälle binnen 24 Stunden (21.41 Uhr)
  • Einmal mit Briten-Mutante: Frau aus Hannover zweimal mit Coronavirus infiziert (18.27 Uhr)

Corona im Überblick:

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  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Kalifornien lockert einige Corona-Maßnahmen

22.47 Uhr: Kalifornien will die seit Anfang Dezember geltenden strikten Corona-Auflagen für seine rund 40 Millionen Einwohner lockern. Mit Blick auf abnehmende Infektionszahlen und sinkende Krankenhauseinweisungen hat der Staat eine Anordnung zum Zuhausebleiben (Stay at home order) nun wieder aufgehoben. Gouverneur Gavin Newsom sprach am Montag von "Licht am Ende des Tunnels".

Restaurants, die seit Dezember nur Essen zum Abholen anbieten konnten, dürfen jetzt wieder draußen bewirten. Viele Geschäfte, darunter Friseure und Kosmetiksalons, können mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen und begrenzter Kundenanzahl wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22.00 und 5.00 Uhr wird aufgehoben. dpa/Jeff Gritchen/Orange County Register/ZUMA/dpa Ein Schild weist Besucher der Forest Avenue in Kalifornien darauf hin, eine Maske zu tragen.

Kalifornien ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie mehr als 3,1 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Nach Angaben des Gouverneursbüros sind mehr als 37 000 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat aber besser da als viele andere US-Bundesstaaten.

Erneut Corona-Krawalle in den Niederlanden

22.37 Uhr: Am zweiten Abend in Folge sind in mehreren Städten in den Niederlanden Unruhen ausgebrochen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten sich nach Polizeiangaben am Montagabend kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten versammelt und die Polizei angegriffen. Krawalle wurden aus mindestens sechs Städten gemeldet – darunter Amsterdam und Rotterdam. Große Gruppen vorwiegend junger Leuten würden randalierend durch die Stadtzentren ziehen, hieß es. Mehr als 70 Personen seien bereits festgenommen worden.

Anlass der Unruhen sind die von der Regierung verhängten verschärften Corona-Maßnahmen und die seit Samstag geltende Ausgangssperre. Die Polizei geht davon aus, dass sich verschiedene Gruppen an den Krawallen beteiligen – darunter Corona-Leugner und Fußball-Hooligans. dpa/Rob Engelaar/ANP/dpa Flammen schlagen aus einem Auto, das vor dem Bahnhof auf dem Kopf liegt. Mehrere hundert Menschen haben in Eindhoven gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert.

In Rotterdam wurden Polizisten nach Berichten des TV-Senders NOS von rund 100 Randalierern mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen.  Geschäfte seien geplündert worden. Die mobile Einheit der Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Sonntagnacht hatten schwere Unruhen in etwa zehn Städten das Land erschüttert. Die Polizei hatte von den schlimmsten Krawallen seit 40 Jahren gesprochen. Polizei und Bürgermeister hatten bereits vor weiteren Unruhen gewarnt, nachdem mehrere Aufrufe in den sozialen Medien erschienen waren. Erste Krawalle hatte es bereits am Samstag gegeben.

5999 Neuinfektionen in Deutschland – 473 Todesfälle binnen 24 Stunden

21.41 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer 5999 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Somit sind seit Pandemie-Beginn insgesamt 2.147.296 Menschen positiv getestet worden.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 285.574 (+466), 6722 Todesfälle (+90)
  • Bayern: 391.173 (+1188), 9674 Todesfälle (+34)
  • Berlin: 117.124 (+369), 2067 Todesfälle (+27)
  • Brandenburg: 66.009 (+284), 2125 Todesfälle (+11)
  • Bremen: 15.457 (+32), 255 Todesfälle (+2)
  • Hamburg: 44.926 (+201), 988 Todesfälle (+1)
  • Hessen: 166.219 (+346), 4412 Todesfälle (+24)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 18.567 (+107), 384 Todesfälle (+15)
  • Niedersachsen: 136.535 (+457), 2986 Todesfälle (+15)
  • Nordrhein-Westfalen: 471.072 (+999), 9972 Todesfälle (+31)
  • Rheinland-Pfalz: 89.806 (+384), 2330 Todesfälle (+43)
  • Saarland: 24.585 (+50), 709 Todesfälle (+11)
  • Sachsen: 175.194 (+384), 5791 Todesfälle (+74)
  • Sachsen-Anhalt: 49.019 (+417), 1520 Todesfälle (+58)
  • Schleswig-Holstein: 33.957 (+111), 769 Todesfälle (+14)
  • Thüringen: 62.103 (+204), 1936 Todesfälle (+23)

Gesamt (Stand: 25.01.2021, 21.30 Uhr): 2.147.296 (+5999), 52.640 Todesfälle (+473)

Vortag (Stand: 24.01.2021, 20.02 Uhr): 2.141.297 (+10.783), 52.167 Todesfälle (+260)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.823.500 (+16.100). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 266.100.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,06 (Vortag: 1,13)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4619 (Vergleich zum Vortag: -9)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2630 (Vergleich zum Vortag: +7)

Bislang sind 52.167 Menschen an oder mit Corona gestorben (+473 am Montag).

Die Zahl der Genesenen liegt derzeit bei 1.823.500. Somit sind 266.100 Menschen akut infiziert (aktive Fälle).

Der R-Wert fiel am Montag leicht, von 1,13 auf 1,06. Die Zahl der Belegten Intensivbetten ging ebenfalls leicht zurück, um 9 auf 4619. 2630 Menschen müssen derzeit invasiv beatmet werden (+7 am Montag).

Einmal mit Briten-Mutante: Frau aus Hannover zweimal mit Coronavirus infiziert

18.26 Uhr: Eine Frau aus der Region Hannover ist innerhalb weniger Wochen zweimal positiv auf Corona getestet worden. Die Betroffene habe sich mit dem mutierten Virus "B1.1.7" angesteckt. Die Bestätigung liege nun vor, teilte die Regionsverwaltung am Montag mit. Diese Form des Coronavirus gelte als deutlich infektiöser als die bisher in Deutschland verbreitete Form. Deshalb ergreife das Gesundheitsamt strengere Maßnahmen.

Die Quarantäne von Kontaktpersonen, für die nach 14 Tagen kein negatives Testergebnis vorliege, werde um eine weitere Woche verlängert. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da wir nicht einschätzen können, ob bei dieser Virusmutation die Infektionsgefahr auch bei einer geringen Viruslast noch gegeben ist", sagte Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau zur Begründung.

Bei der Frau bestehen über mehrere Schritte Verbindungen zu mehreren Kitas und einer Grundschule in Hannover, wie das Gesundheitsamt am Freitag mitgeteilt hatte. Es ordnete für mindestens 120 Kontaktpersonen Quarantäne an. Die infizierte Frau war am 27. November zum ersten Mal positiv getestet worden, die zweite Corona-Infektion wurde am 11. Januar festgestellt.

Bei der Patientin sei kein Kontakt nach England bekannt. Die Frage, bei wem sich die Frau angesteckt habe, bleibe offen. Nach Einschätzung des Gesundheitsamts ist die Infektionskette inzwischen nahezu gestoppt. "Das Ergebnis der Nachtests stimmt uns zuversichtlich", sagt Marlene Graf, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen.

Virus-Mutation in Berlin auch außerhalb von Kliniken nachgewiesen

17.07 Uhr: Mit der erstmals in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus haben sich nach Angaben des Reinickendorfer Gesundheitsamts-Leiters Patrick Larscheid inzwischen mindestens auch zwei Personen außerhalb eines Berliner Krankenhauses infiziert. In einem Fall sei eine Angehörige eines entlassenen Patienten betroffen, in einem anderen Fall eine Person, die Kontakt zu einem entlassenen Patienten hatte, aber nicht zu seinem Haushalt gehöre. Er rechne außerdem damit, dass die Variante in ausstehenden Testergebnissen eine Rolle spielen werde. Larscheid warnte aber dennoch davor, die Situation zu dramatisieren. Das Geschehen sei noch begrenzt. imago images/Jürgen Ritter

An Vivantes-Kliniken ist inzwischen bei 24 Personen die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. 22 Fälle sind am Humboldt-Klinikum bekannt. Darüber hinaus seien am Spandauer Vivantes-Klinikum zwei weitere Personen betroffen, sagte der geschäftsführende Direktor des Vivantes Humboldt-Klinikums Jürgen Kirschbaum am Montag. Weitere Befunde nach Testungen stehen demnach noch aus. 

Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende.

Frau klagt wiederholt gegen Corona-Kontaktbeschränkungen

16.45 Uhr: Auch bei der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung wehrt sich eine Frau im Saarland gegen die Kontaktbeschränkungen. Sie habe beim Oberverwaltungsgericht (OVG) des Saarlandes erneut einen Eilantrag auf vorläufige Außervollzugsetzung gestellt, teilte das OVG am Montag in Saarlouis mit. Nach der aktuellen Verordnung sind private Zusammenkünfte auf einen Haushalt und eine nicht in diesem Haushalt lebende Person beschränkt (Az.: 2 B 25/21).

Die Frau sieht sich laut Gericht durch die Regel daran gehindert, ihre Enkel gemeinsam mit ihrem Mann und mit deren Eltern zu treffen, zu besuchen oder Besuch von ihnen zu bekommen. Sie sei der Ansicht, dass auch die neue Verordnung den Schutz der Familie nicht ausreichend berücksichtige.

Die Frau hatte bereits gegen die Vorläufer-Verordnung einen solchen Antrag gestellt. Daraufhin hatte das OVG die Kontaktbeschränkungen im Familienkreis in der vergangenen Woche vorläufig außer Kraft gesetzt. Das OVG hatte einen Widerspruch zwischen zwei Regeln gesehen und die Saar-Landesregierung zur Klarstellung aufgefordert (Az.: 2 B 7/21). Dieser Aufforderung war die Landesregierung nachgekommen.

Über den Eilantrag im Normenkontrollverfahren solle zeitnah entschieden werden, sagte eine Sprecherin des OVG. Die aktuelle Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist seit Montag (25. Januar) in Kraft.

Polizei entdeckt illegales Glücksspiel mit mehr als 20 Teilnehmern

15.39 Uhr: Polizisten haben am Wochenende ein verbotenes Glücksspiel-Treffen in Nordrhein-Westfalen aufgelöst. Die Beamten trafen in Gevelsberg in einer gewerblichen Halle auf mehr als 20 Personen zwischen 22 und 70 Jahren, von denen einige an Tischen saßen und pokerten. Andere nutzten Spielautomaten.

Zuvor hatte die Polizei einen Hinweis auf das Treffen erhalten, wie es in einer Mitteilung vom Montag hieß. Demnach wurden bei der Kontrolle in der Nacht zu Samstag eine kleinere Drogenmenge sowie Geld in fünfstelliger Höhe sichergestellt. Die Glücksspiel-Teilnehmer erhielten Platzverweise. Gegen sie werde nun unter anderem wegen Durchführung eines illegalen Glückspiels ermittelt. Zudem müssen sie mit Strafen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung rechnen. dpa/Lino Mirgeler/dpa Ein Polizeiauto fährt unter Einsatz von Blaulicht und Sirene eine Straße entlang.

Apotheker begrüßen Pläne für Corona-Heimtests

14.14 Uhr: Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) begrüßt die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums für die Einführung von Corona-Selbsttests in Deutschland. "Corona-Schnelltests für Privatpersonen sind eine vernünftige Ergänzung der Teststrategie im Kampf gegen die Pandemie", sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening am Montag laut einer Mitteilung.

"Solche Tests sind derzeit noch nicht am Markt, werden aber entwickelt", fügte sie hinzu und verwies darauf, dass Schnelltests für Laien erst ein entsprechendes Zulassungsverfahren durchlaufen müssten. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums muss dabei nachgewiesen werden, dass die Tests aussagekräftig genug und für Laien praktizierbar seien.

Der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie, Martin Walger, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, die Unternehmen könnten nun mit Hochdruck an der Zulassung solcher Tests arbeiten. Bis es soweit sei, werde es aber "ein paar Wochen" dauern. Zu möglichen Preisen der Selbsttests hieß es von den Apothekerverbänden, diese würden von jedem Hersteller und auch von jeder Apotheke individuell kalkuliert und ausgewiesen, zumal sich die Tests auch in ihrer Qualität und Handhabung unterscheiden würden.

Das Gesundheitsministerium plant eine Änderung der "Medizinprodukte-Abgabeverordnung", wonach künftig auch von Privatpersonen einfache Schnelltests zur Eigenanwendung erworben werden können. Die herkömmlichen Schnelltests dürfen bisher nur an Ärzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen gehören seit Dezember zu den möglichen Empfängern.

 

  
 

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