Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Deutsche Intensivmediziner appellieren an die Politik, schnellstmöglich bundeseinheitliche Lockdown-Regeln im Infektionsschutzgesetz zu beschließen. Die Zahl der Intensivpatienten steigt immer weiter. Am Montag sind schärfere Regeln in Kraft getreten. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.
News zu Corona in Deutschland vom 20. April
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RKI registriert 9609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle
05.25 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 297 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.09 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.
Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Montagabend bei 1,06 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 3.158.926 Fälle, 80.200 Todesfälle
Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.
- Baden-Württemberg 408.850 (+1198), 9085 Todesfälle (+22)
- Bayern 556.278 (+2068), 13.737 Todesfälle (+12)
- Berlin 159.720 (+463), 3153 Todesfälle (+3)
- Brandenburg 96.899 (+290), 3453 Todesfälle (+4)
- Bremen 23.597 (+75), 437 Todesfälle (+1)
- Hamburg 68.521 (+270), 1431 Todesfälle (+0)
- Hessen 244.208 (+611), 6610 Todesfälle (+7)
- Mecklenburg-Vorpommern 36.451 (+114), 934 Todesfälle (+7)
- Niedersachsen 222.195 (+599), 5127 Todesfälle (+4)
- Nordrhein-Westfalen 681.974 (+2853), 14.913 Todesfälle (+44)
- Rheinland-Pfalz 130.721 (+641), 3469 Todesfälle (+19)
- Saarland 34.914 (+63), 958 Todesfälle (+1)
- Sachsen 246.520 (+432), 8740 Todesfälle (+10)
- Sachsen-Anhalt 84.046 (+511), 2981 Todesfälle (+39)
- Schleswig-Holstein 55.467 (+202), 1484 Todesfälle (+5)
- Thüringen 108.565 (+884), 3688 Todesfälle (+46)
Gesamtstand (19.04.2021, 19.20 Uhr): 3.158.926 Fälle (+11.072), 80.200Todesfälle (+224)
Vortag (18.04.2021, 19.30 Uhr): 3.147.669 Fälle (+16.582), 79.979 Todesfälle (+62)
Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.787.200 (+12.000). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 291.526.
Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,06(Vortag: 1,16)
Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4932 (+90)
Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2748 (+25)
Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 19.04.: 16.428.425 (+218.490) Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (19,8 Prozent) und 5.517.282 Menschen (+37.593) eine Zweitimpfung (6,6 Prozent).
Lehrerverband für Distanzunterricht ab Inzidenz-Wert von 100
01.07 Uhr: Der deutsche Lehrerverband fordert, Schüler im Kampf gegen die Corona-Pandemie früher in den Distanzunterricht zu schicken als vorgesehen. Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 als Maßstab für Schulschließungen, wie sie ursprünglich in der Notbremse des Bundes vorgesehen war, sei viel zu hoch. «Es ist deswegen ein Fortschritt, wenn die Grenze jetzt auf 165 gesenkt werden soll», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). «Doch auch eine Inzidenz von 165 ist noch deutlich zu hoch.»
Man dürfe nicht vergessen, dass die bundesweite Inzidenz in der Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren bereits jetzt deutlich höher liege. «Um eine Ausbreitung des Virus in den Schulen wirksam zu stoppen, muss der Präsenzunterricht bereits ab einer Inzidenz von 100 beendet werden», forderte Meidinger. Er habe kein Verständnis dafür, warum man bei Schulen einen anderen, gröberen Maßstab anlege als in anderen Bereichen der Gesellschaft.
Lauterbach warnt vor neuer gefährlicher Corona-Mutante
21.43 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einer neuen sich ausbreitenden Mutante des Coronavirus. In Indien breitet sich Lauterbach zufolge gerade eine gefährliche Virusvariante aus, die inzwischen vollständig das Infektionsgeschehen in dem Land bestimme. Die Variante B1.617 setze sich massiv durch, Indien steuere auf eine "Covid-Katastrophe" zu, so Lauterbach via Twitter.
Die schlechte Nachricht: Lauterbach zufolge könnte die Virusvariante B1.617 auch resistent gegen bislang entwickelte Corona-Impfstoffe sein. In England steige der Anteil der Mutante bereits rasant an. Auf Europa kommt dem SPD-Politiker zufolge ein Problem zu, falls sich die Variante B1.617 noch weiter ausbreitet.
Gericht: Keine Ausnahme von Corona-Regeln für Geimpfte
21.07 Uhr: Die Corona-Allgemeinverfügung des Kreises Gießen gilt auch für Menschen, die gegen das Virus geimpft sind. Das hat das Verwaltungsgericht Gießen in einem Eilverfahren entschieden und entsprechende Klagen abgelehnt. "Mangels wissenschaftlich hinreichend gesicherter Erkenntnisse sei es auch aktuell nicht geboten, Personen, die bereits gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft sind, als Adressaten von entsprechenden Schutzmaßnahmen auszuklammern", teilte das Gericht am Montag mit. Zwei Kläger hatten sich demnach gegen zusätzliche nächtliche Kontaktbeschränkungen gewehrt, die in der Allgemeinverfügung fixiert sind.
11.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Toten steigt auf mehr als 80.000
21.01 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Montag binnen 24 Stunden 11.072 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie eine Auswertung von FOCUS Online zeigt.
Im Vergleich zum Montag der vergangenen Woche meldeten die Länder etwa 925 Neuinfektionen mehr. Auch die Zahl der Todesfälle ist mit 224 im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen: Am letzten Montag wiesen die Bundesländer noch 157 Todesfälle aus. Seit Beginn der Pandemie sind somit bundesweit 80.200 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.
Die Zahl der Intensivpatienten steigt ebenfalls weiter kräftig an. Laut Daten des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 4932 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt – ein Plus von 90 Patienten. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten, die künstlich beatmet werden mussten, ist um 25 Patienten im Vergleich zum Vortag angestiegen.
Der 7-Tage-R-Wert ist seit Wochen auf hohem Niveau stabil: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag er am Montag bei 1,16 (Vortag 1,24). Am Montag der vergangenen Woche hatte er bei 1,09 gelegen.
Nach Virus-Ausbruch im Gefängnis Stammheim platzen Prozesstermine
18.06 Uhr: In der Justizvollzugsanstalt Stammheim wurden laut "Stuttgarter Nachrichten" in den vergangenen Tagen insgesamt sieben Menschen positiv auf Corona getestet. Derzeit steht demnach das in Zeiten der Rote Armee Fraktion (RAF) bekannt gewordene Gefängnis mit rund 200 Inhaftierten unter Quarantäne und geht in den Notbetrieb. "Das bedeutet, dass es auch einen Aufnahmestopp gibt", sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Justizministeriums dem Blatt. Dies gelte mindestens bis Mittwoch. Dann solle es eine neue Testrunde geben.
Wegen der Coronafälle in der JVA Stammheim wurden derweil auch die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungstage im Prozess gegen die rechtsextremistische Gruppe S. vorsorglich aufgehoben, wie das Oberlandesgericht Stuttgart mitteilte. Sechs der zwölf Angeklagten in dem Prozess sind laut "Stuttgarter Nachrichten" in Stammheim inhaftiert. Der Prozess wegen Anschlagsplanungen auf Moscheen und Politiker begann am Dienstag vergangener Woche.
Das Gefängnis gelangte zu bundesweiter Bekanntheit, weil dort in den 70er Jahren die Anführer der sogenannten ersten RAF-Generation inhaftiert waren, darunter Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Beide sowie das RAF-Mitglied Jan-Carl Raspe begingen dort im Oktober 1977 Suizid in ihren Zellen.
Polizei löst Grillparty mit rund 70 Gästen in Gelsenkirchen auf
17.59 Uhr: Ein privates Grillfest mit rund 70 Gästen hat die Polizei in Gelsenkirchen aufgelöst. Beamte seien am Sonntagnachmittag gerufen worden, wo sie trotz Corona-Pandemie in einer Wohnung und in einem Hinterhof etwa 70 Personen antrafen. Sie saßen eng beieinander und feierte ohne Masken. Wie die Polizei am Montag mitteilte, erhoben die Beamten von einem 20-Jährigen ohne festen Wohnsitz eine Sicherheitsleistung und erteilten ihm einen Platzverweis. Weitere Partygäste bekamen Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.
Ausbruch trotz Schnelltest: Dortmunder Klinik-Besucher steckt 26 Personen an
17.05 Uhr: Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen – 18 Patienten und acht Mitarbeiter – auf den Vireneintrag zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag. Die Infizierten seien jedoch alle bisher entweder symptomlos oder durchlebten milde Verläufe. Die "Ruhr Nachrichten" hatten zuvor berichtet.
Der Besucher hatte den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche für einen Patientenbesuch ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorgelegt, sich aber anschließend als ansteckend mit dem Coronavirus erwiesen. 300 Patienten und Mitarbeiter waren in der Folge getestet worden.
Die Klinik warnt in diesem Zusammenhang davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen: "So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden", sagte der Sprecher.
Es sei aber nicht immer allen Besuchern vermittelbar, dass man auch mit negativem Schnelltest durchaus infektiös sein könne und daher eben nicht Vorsichtsmaßnahmen über Bord werfen dürfe. Auch im Haus prüfe man nun erneut mögliche Schwachstellen, die im Anschluss für weitere Ansteckungen auf insgesamt zwei Stationen gesorgt hätten, etwa Nachlässigkeiten beim Abstand in den Pausen der Mitarbeiter.
Schnelltests haben Fachleuten zufolge eine höhere Fehleranfälligkeit als die PCR-Tests. So hatte kürzlich der Virologe Christian Drosten im Podcast mit NDR-Info darauf hingewiesen, dass es eine Lücke beim Erkennen von Infektionen in der Frühphase gebe.
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