Keine Gesundheitspolitiker beim DAT – Diskussion fällt aus

In diesem Jahr wird es beim Deutschen Apothekertag keine gesundheitspolitische Diskussion geben. Darüber informiert die ABDA in ihrem Newsroom. Grund sind demnach Terminkollisionen der geladenen Bundestagsabgeordneten. Nach aktuellem Stand wird sich nur Bundesgesundheitsminister Lauterbach die Ehre geben und ein Grußwort zur Eröffnung halten.

Beim Deutschen Apothekertag steht nicht nur der Austausch der Delegierten untereinander und mit der ABDA-Spitze im Mittelpunkt, auch Gespräche mit Bundestagsabgeordneten sind ein wichtiges Element. Üblicherweise plant die ABDA daher stets eine gesundheitspolitische Diskussionrunde ein – in diesem Jahr muss diese allerdings ausfallen.

Wie die ABDA in ihrem Newsroom informiert, seien einige der angefragten Fachpolitiker:innen mit „Terminkollisionen“ konfrontiert und könnten daher nicht anreisen. Gut zwei Wochen vor dem Start des Apothekertags – die Delegierten treffen sich vom 14. bis 16. September in München – cancelt die Bundesvereinigung daher diesen Tagesordnungspunkt. Nur Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) steht noch auf der Gästeliste: Er soll am 14. September ein Grußwort zur Eröffnung halten.

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Für die Apothekerschaft ist die Absage der Gesundheitsexpertinnen und -experten ein Schlag ins Gesicht: Gerade mit Blick auf das geplante GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und zu erwartende Reformen im Apothekensektor wäre es für sie wichtig gewesen, in den Dialog mit der Politik zu kommen. Doch nachdem erst kürzlich der Minister einen Gesprächstermin mit ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening abgesagt hat – es wäre der erste in seiner Amtszeit gewesen –, lassen nun auch die anderen Fachpolitiker:innen den Berufsstand auflaufen.

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Die ABDA nimmt es allerdings sportlich: Sie hebt hervor, dass dadurch mehr Zeit für die Antragsberatung bleibe. Immerhin eineinhalb Stunden bringt das Streichen der Diskussion. Tatsächlich ist die Antragsmappe in diesem Jahr besonders dick – Gesprächsstoff gibt es also allemal, auch ohne Besucher:innen aus Berlin.

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