Corona-Zeiten sind hier besonders schwere Zeiten: Gern würde Michael Dang seine Mutter besuchen. Die 57-Jährige ist schwer krank und leidet unter einem Hirntumor. Den wird sie vermutlich nicht überleben. Deswegen wohnt sie nun im Hospiz St. Bartholomäus im Kölner Stadtteil Porz. Aber Michael Dang darf nicht zu seiner Mutter. Denn es gilt auch hier zunächst das Besuchsverbot, das wegen der Corona-Krise erlassen wurde. O-TON MICHEL DANG, ANGEHÖRIGER („Und wir haben inzwischen eine Lösung gefunden, wo wir uns zumindest sehen. Wir machen das über eine Videotelefonie, und man kriegt natürlich die Emotionen schon mit, die bei meiner Mutter vorliegen. Aber auch bei unserer Familie ist einfach – wir merken das untereinander – alles unruhiger, bisschen nervöser. Man denkt immer, wie geht es gerade hier im Hospiz? Kommt meine Mutter hier zurecht? Kommt auch das ganze Personal hier zurecht? Und auch die anderen Bewohner, die hier sind. Das sind ja auch alle zusammengepfercht, sozusagen, hier. Da macht man sich schon viele Gedanken drüber.“) Derzeit leben acht Gäste im Hospiz. Die Jüngste von ihnen ist Michael Dangs Mutter mit 57 Jahren. Die älteste Person ist 90 Jahre alt. Sie alle haben Sehnsucht nach ihren Angehörigen und Freunden, mit denen sie, wenn sie können, im Videokontakt stehen. Manche „unterhalten“ sich mit ihnen über die Distanz vom Balkon des ersten Stockwerks aus. Für alle von ihnen besteht laut Hospizleiter Peter Ströhmer Hoffnung, dass sie nicht allein sterben müssen. Denn in solchen Fällen kann das sonst so strenge Kontaktverbot aufgehoben, zumindest aber angepasst werden.
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