Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Das RKI fand jetzt heraus: Die meisten Deutschen stecken sich zu Hause, in Pflegeheimen und bei der Arbeit an. Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie hier im News-Ticker.
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Topmeldungen zur Corona-Pandemie: Innenminister Seehofer macht sich für Teilzulassung von Fans in Fußball-Stadien (06.30 Uhr) +++ Zu viele Corona-Tests? Plötzlich steht Deutschland vor neuen Problemen (21.45 Uhr) +++ Bundesländer melden fast 1600 Neuinfektionen (19.39 Uhr) +++ Hessens Hauptstadt führt nächtliches Alkoholverbot ein (17.40 Uhr) +++
DIW-Chef Fratzscher hält zweiten Lockdown verkraftbar für deutsche Wirtschaft
06.48 Uhr: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Marcel Fratzscher hält einen erneuten Lockdown bei einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Deutschland für wirtschaftlich verkraftbar und als Notmaßnahme auch ökonomisch sinnvoll. „Wenn die Infektionen weiter steigen, dann werden wir in Deutschland nicht um weitere Restriktionen herumkommen“, sagte der DIW-Chef der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnertagausgabe). „Ein zweiter Lockdown wäre aus wirtschaftspolitischer Sicht nicht unbedingt ein Fehler“, betonte er. „Denn zum langfristigen Schutz vieler Unternehmen ist eine schnelle Bekämpfung der zweiten Welle sinnvoll, um sie möglichst klein zu halten, als wie in den USA langfristig große Probleme zu haben“, fügte er hinzu.
„Nach einem kurzen zweiten Lockdown könnte man dann schneller wieder die Restriktionen lockern und zur Normalität zurückkehren“, sagte Fratzscher. Gleichwohl würde solcher Schritt würde die stark vom Export abhängige deutsche Wirtschaft besonders hart treffen und müsse am besten vermieden werden. Dazu brauche es jedoch mehr Disziplin: „Wenn sich fünf bis zehn Prozent der Menschen riskant verhalten, genügt das, um eine neue Welle mit wirtschaftlich fatalen Folgen los zu treten“, warnte der Ökonom.
TOP-NEWS: Innenminister Seehofer macht sich für Teilzulassung von Fans in Fußball-Stadien stark
06.30 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich vor der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länder-Chefs dafür ausgesprochen, Fans zumindest in begrenztem Umfang wieder in die Stadien der Fußball-Bundesliga zu lassen. "Die Bevölkerung versteht es nicht, wenn im Nahverkehr viele Menschen auf engem Raum unterwegs sein dürfen, aber ein Fußballspiel mit wenigen Zuschauern und großen Abständen nicht möglich sein soll", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".
dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa Innenminister Horst Seehofer (CSU).
Bei der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder wird es am Donnerstag auch um die Frage gehen, ob und wie viele Zuschauer bei Großveranstaltungen wie Bundesligaspielen erlaubt werden. Bislang durften in der Corona-Krise keine Zuschauer in die Stadien.
Man müsse an "konstruktiven Lösungen arbeiten, wie wir die Bundesliga und die zweite Liga wieder mit Publikumsbeteiligung realisieren können", forderte der auch für den Sport zuständige Minister. "In einem Stadion mit 80 000 Plätzen kann man durchaus eine nennenswerte Anzahl von Zuschauern unterbringen und dabei alle Infektionsschutzregeln einhalten, wenn die Hygienekonzepte stimmen», sagte Seehofer. «Über die konkrete Größenordnung muss man dann reden."
Den Vorschlag der Deutschen Fußball Liga, auf Alkohol in den Stadien zu verzichten, unterstütze er ausdrücklich. Sinnvoll sei es auch, vorerst keine Stehplätze zuzulassen, um Infektionsrisiken zu vermeiden. Der Bundesinnenminister plädierte dafür, die Corona-Maßnahmen regelmäßig auf ihre Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. "Je länger Einschränkungen andauern, desto plausibler muss es den Leuten erklärt werden", betonte Seehofer.
TOP-NEWS: Zu viele Corona-Tests? Plötzlich steht Deutschland vor neuen Problemen
21.45 Uhr: In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) bis vergangenen Sonntag mehr als elf Millionen Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 erfasst. Bei gut 274.000 davon wurde der Erreger nachgewiesen, wie das RKI am Mittwoch in seinem täglichen Lagebericht mitteilte. Demnach stieg die Zahl der wöchentlich erfassten Tests im Lauf der Zeit stark an, während der Anteil der positiven Resultate nach dem Höhepunkt in der Kalenderwoche (KW) 14, die bis Anfang April reichte, deutlich sank.
In jener Kalenderwoche 14 waren 36.885 von insgesamt 408.348 registrierten Tests positiv, was einem Anteil von 9,03 Prozent entsprach. In der Kalenderwoche 34 waren 8655 von insgesamt 987.423 Tests positiv – 0,88 Prozent. Das RKI betont, dass die Zahl der Tests nicht der Zahl der Getesteten entspricht, da die Daten Mehrfachtestungen von Menschen enthalten können.
dpa/Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild Ein Mitarbeiter führt in einem Abstrichzentrum einen Test auf das Coronavirus durch.
Bereits vorige Woche hatte das RKI in seinem "Epidemiologischen Bulletin" darauf hingewiesen, dass die immens gestiegene Zahl der Tests in Deutschland Kapazitätsprobleme und Rückstaus verursachen könne. Dies wiederum könne zu Verzögerungen bei der Abklärung von Sars-CoV-2-Infektionen führen – und damit auch bei der Einleitung von Schutzmaßnahmen durch die Gesundheitsämter. "In KW 34 gaben 70 Labore einen Rückstau von insgesamt 27.828 abzuarbeitenden Proben an", schrieb das RKI am Mittwoch. "Fünfzig Labore nannten Lieferschwierigkeiten für Reagenzien."
Verbrauchsmaterialien und Reagenzien würden in den Laboren unter anderem wegen begrenzter Haltbarkeit nur für kurze Zeiträume bevorratet, hieß es vom RKI. Zudem bestehe bei einigen Produkten eine starke Abhängigkeit von einzelnen Herstellern. Bei weiter steigender Testzahl und aufgrund von Lieferengpässen bei weltweit steigender Nachfrage könnten sich die freien Kapazitäten der Labore in den nächsten Wochen reduzieren. Es erscheine daher geboten, den Einsatz der Tests zu priorisieren, betonte das RKI.
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Nach Verstößen gegen Corona-Regeln: EU-Handelskommissar tritt zurück
21.44 Uhr: EU-Handelskommissar Phil Hogan tritt wegen Verstößen gegen Corona-Regeln in seinem Heimatland Irland zurück. Entsprechende Medienberichte bestätigte Hogans Kabinettschef Peter Power am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
dpa/Virginia Mayo/AP/dpa EU-Handelskommissar Phil Hogan tritt zurück.
Bundesländer melden fast 1600 Neuinfektionen
19.39 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben in den vergangenen 24 Stunden 1594 neue Fälle gemeldet. Damit bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf einem hohen Niveau, jedoch ist kein starker Anstieg im Vergleich zu den letzten Tagen zu beobachten. Zudem sind laut offiziellen Angaben in den vergangenen 24 Stunden fünf Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Aktuell sind 17.255 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Der R-Wert liegt bei 0,85.
Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.
- Baden-Württemberg: 40.964 (+277) / 1863 Todesfälle (+1) 1594
- Bayern: 55.840 (+347) / 2633 Todesfälle (+1)
- Berlin: 10.933 (+82) / 226 Todesfälle (+0)
- Brandenburg: 3855 (+12) / 173 Todesfälle (+0)
- Bremen: 1947 (+20) / 56 Todesfälle (+0)
- Hamburg: 6136 (+27) / 233 Todesfälle (+1)
- Hessen: 15.025(+216) / 528 Todesfälle (+0)
- Mecklenburg-Vorpommern: 999 (+1) / 20 Todesfälle (+0)
- Niedersachsen: 16.354 (+131) / 662 Todesfälle (+0)
- Nordrhein-Westfalen: 57.559 (+347) / 1804 Todesfälle (+2)
- Rheinland-Pfalz: 8802 (+68) / 243 Todesfälle (+0)
- Saarland: 3069 (+4) / 174 Todesfälle (+0)
- Sachsen: 5860 (+26) / 224 Todesfälle (+0)
- Sachsen-Anhalt: 2212 (+10) / 65 Todesfälle (+0)
- Schleswig-Holstein: 3980 (+20) / 160 Todesfälle (+0)
- Thüringen: 3570 (+6) / 186 Todesfälle (+0)
Gesamt (Stand 26.08.2020, 19.15 Uhr): 237.105 (9250 Todesfälle)
Vortag (Stand 25.08.2020, 19.05 Uhr): 235.511 (9245 Todesfälle)
Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.
Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 210.600
Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 17.255
Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,85 (-0,05)
Im Lagebericht der Robert-Koch-Instituts heißt es: "Die kumulative Inzidenz der letzten 7 Tage lag deutschlandweit bei 10,2 Fällen pro 100.000 Einwohner. (…) Die 7-Tage-Inzidenzen liegen in den Bundesländern Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, deutlich, in Berlin und Nordrhein-Westfalen leicht über dem bundesweiten Durchschnittswert."
Getty Images Die Zahl der Corona-Fälle steigt weiter an
TOP-NEWS: Hessens Hauptstadt führt nächtliches Alkoholverbot ein
17.40 Uhr: Das Coronavirus breitet sich weiter aus in Hessen. Am Mittwoch stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen deutlich an. Nachdem Offenbach und Hanau seit Tagen deutlich über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegen, nähert sich auch Wiesbaden dieser Marke bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz an. Dort war es nach einer Hochzeitsfeier mit rund 100 Gästen zu zahlreichen neuen Corona-Fällen gekommen. Die Behörden in der Landeshauptstadt sind besorgt und reagieren mit einer Verschärfung der Gegenmaßnahmen.
Neben einem Verbot von Zusammenkünften von mehr als 50 Menschen werde von diesem Freitag (28. August) an der Alkoholausschank und -verkauf in den Nächten jeweils von 0.00 bis 6.00 Uhr verboten, teilte die Stadt mit. Dies gelte sowohl in der Gastronomie als auch an Kiosks und anderen Verkaufsstätten. Außerdem wird die bereits in den öffentlichen Verkehrsmitteln geltende Maskenpflicht auf Bushaltestellen ausgeweitet. "Die Lage wird ernst. Die Maßnahmen gelten zum Schutz aller Bürgerinnen und Bürger und fordern von der gesamten Bevölkerung Zugeständnisse", erklärte Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD).
Nach Angaben des Sozialministeriums beläuft sich die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in Wiesbaden auf 44,9 Fälle und ist damit nicht mehr weit von der kritischen Marke von 50 Fällen entfernt. Ab dieser von Bund und Ländern vereinbarten Schwelle sollen verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens greifen.
TOP-NEWS: Norwegen führt wohl wieder Quarantäne-Pflicht für deutsche Reisende ein
17.15 Uhr: Derzeit können deutsche Reisende ohne Einschränkungen nach Norwegen einreisen. Das könnte sich allerdings bald ändern. Wie das Auswärtige Amt auf seiner Homepage mitteilt, wird voraussichtlich ab dem 29. August die Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland wiedereingeführt, wenn Norwegen Deutschland zum Risikogebiet erklärt. In diesem Fall wäre nach Einreise eine 10-tägige Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft zu absolvieren, heißt es weiter.
Schweiz meldet so viele neue Corona-Fälle wie seit April nicht mehr
14.47 Uhr: Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat innerhalb von 24 Stunden so viele neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet wie seit April nicht mehr. Insgesamt waren es Stand Mittwochmorgen in der Schweiz und Liechtenstein zusammen 383 neue Fälle. Gemessen an der Bevölkerung ist das deutlich mehr als doppelt so viel wie in Deutschland. Deutschland hat knapp zehn mal so viele Einwohner wie die Schweiz.
Gesundheitsminister Alain Berset hatte schon vergangene Woche davor gewarnt, dass die Situation außer Kontrolle geraten könnte. Er mahnte die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen umzusetzen: "Es ist nicht einfach, die Abstands- und Quarantäneregeln einzuhalten, aber tun Sie es." Immer mehr Kantone führen die Maskenpflicht in Geschäften ein. Ab Donnerstag gilt dies auch in Zürich.
Insgesamt wurden in der Schweiz seit Beginn der Pandemie gut 40 000 Infektionen gemeldet. Etwas mehr als 1700 Infizierte starben. Knapp 10 000 Menschen befanden sich wegen Kontakten mit Infizierten in Quarantäne oder Isolation, weitere gut 15 000 Menschen waren in Quarantäne, weil sie aus Risikoländern zurückgekehrt waren.
TOP-NEWS: Neuer Corona-Impfstoff soll in Hamburg Ende September getestet werden
14.04 Uhr: Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus wagen die Forscher des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) bald den nächsten Schritt: Im kommenden Monat sollen nach Recherchen der Hamburg-Seiten der Wochenzeitung "Die Zeit" die ersten menschlichen Probanden geimpft werden.
dpa/Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpabild Eine Mikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus.
Das Team mit Forschern aus München, Marburg und Hamburg ist damit zwar deutlich langsamer als die beiden kommerziellen deutschen Impfstoffprojekte der Biotech-Startups Curevac und Biontec, die bereits seit Juni beziehungsweise April Probeimpfungen mit Menschen machen. Das hat allerdings Gründe: „Sicherheit ist unsere oberste Priorität“, sagt Studienleiterin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Deshalb haben die DZIF-Forscher Tests an Tieren vorgezogen, die laut den Vorgaben des Paul-Ehrlich-Instituts, das in Deutschland für Impfstoffzulassungen zuständig ist, erst später gemacht werden müssten. Addo, die 2014 im historisch größten Ebola-Ausbruch einen erfolgreichen Impfstoff entwickelt hatte, hofft auf erste Ergebnisse, wenn am UKE die Menschen geimpft werden. „Ich gehe im Moment von Ende September aus“, sagt sie. „Für den Studienstart – und die experimentellen Daten.“
Veranstalter: Düsseldorfer Großkonzert wird in Spätherbst verschoben
13.11 Uhr: Das ursprünglich für den 4. September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13 000 Zuschauern soll in den Spätherbst verschoben werden. Das teilte der Veranstalter am Mittwoch mit.
TOP-NEWS: Bundesregierung will Zahl der Corona-Neuinfizierten bis Herbst um zwei Drittel senken
13.02 Uhr: Die Bundesregierung will die Zahl der Corona-Neuinfizierten offenbar in den nächsten Wochen deutlich senken. Wie das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf ein internes Regierungsdokument berichtet, will der Bund, dass die Infektionszahlen "bis Herbst möglichst wieder zu mittleren dreistelligen Infektionszahlen zurückzukehren." Am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut 1576 Neuinfizierte im Vergleich zum Vortag. Damit soll folglich nach dem Willen der Bundesregierung die Zahl bis Herbst um zwei Drittel gesenkt werden. Die entsprechende Absicht wurde „Business Insider“ aus Kanzleramtskreisen bestätigt.
Das Dokument ist ein Protokoll eines Treffens der Chefs der Länder-Staatskanzleien mit Kanzleramtsminister Helge Braun, bei dem die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am morgigen Donnerstag vorbereitet wurde. Laut Protokoll ermahnte Braun demnach die Länder, dass "derzeit nicht der geeignete Moment für Diskussionen über weitere Öffnungsschritte" sei.
dpa/Britta Pedersen/dpa-Pool/dpa Der Mann, dem die Kanzlerin vertraut: Minister Helge Braun
Gewerkschaft der Polizei zu Berlin: "Demo-Verbot ist konsequent"
12.35 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt das vom Berliner Senat ausgesprochene Verbot der „Querdenker"-Demonstrationen am kommenden Wochenende. Der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Das Verbot ist konsequent und die Chancen stehen gut, dass es auch vor den Gerichten Bestand hat.“
Die Begründung sei nachvollziehbar, sagte Radek dem RND. Er führte aus: „Der Senat begründet schlüssig, warum bei diesem Veranstalter davon ausgegangen werden muss, dass Auflagen zum Infektionsschutz nicht eingehalten werden. Die Erfahrungen hat die Polizei am 1. August gemacht, als ganz bewusst und massenhaft gegen die Auflagen verstoßen wurde. Das Versammlungsrecht darf nicht leichtfertig eingeschränkt werden. Aber hier wird nachvollziehbar der Einzelfall gewürdigt.“
dpa/Christoph Soeder/dpa/Symbolbild Ohne Abstand und ohne Mundschutz stehen Tausende bei einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen in Berlin.
TOP-NEWS: Reisewarnung für mehr als 160 Länder wird bis 14. September verlängert
11.38 Uhr: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verlängert. Das wurde am Mittwoch in der Kabinettssitzung entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.
dpa
Außenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine Reisewarnung für Touristen für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen. Im Juni wurden dann die Länder der Europäischen Union, des grenzkontrollfreien Schengen-Raums sowie Großbritannien, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat ausgenommen. Später kamen noch Teile der Türkei hinzu.
Für die anderen mehr als 160 Länder wurde die Reisewarnung zunächst bis zum 31. August verlängert. Jetzt gilt sie bis Mitte September, dann muss neu entschieden werden.
Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.
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TOP-NEWS: Berlin verbietet Corona-Demonstrationen am Wochenende wegen zu erwartenden Verstößen
10.20 Uhr: Berlin verbietet die groß angekündigten Demonstrationen gegen die aktuelle Corona-Politik am Wochenende. Das teilte der Senat mit. In einer Mitteilung heißt es: "Die Versammlungsbehörde hat heute mehrere Demonstrationen verboten, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfinden sollten. Die Verbote werden maßgeblich damit begründet, dass es bei dem zu erwartenden Kreis der Teilnehmenden zu Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung kommen wird." Organisator der Versammlungen ist die Stuttgarter Initative Querdenken 711.
Innensenator Andreas Geisel begrüßt die Entscheidung der Versammlungsbehörde: "Das ist keine Entscheidung gegen die Versammlungsfreiheit, sondern für den Infektionsschutz. […] Die Anmelder der Versammlungen, die Anfang August in Berlin stattfanden, haben ganz bewusst die Regeln gebrochen, die sie in vorher in Gesprächen mit der Polizei akzeptiert hatten – dazu gehörten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Einhalten des 1,5-Meter-Abstands. Ein solches Verhalten ist nicht akzeptabel. Der Staat lässt sich nicht an der Nase herumführen."
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