Diese Obstsorten und -produkte besser meiden – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Obst ist gesund – doch nicht in jeder Form

Generell gilt täglicher Obstkonsum als wesentlicher Bestandteil gesunder Ernährung, doch sind nicht alle Obstvarianten gleichermaßen geeignet. Die Ernährungswissenschaftlerin Jennifer Hyland erklärt in einem aktuellen Beitrag der Cleveland Clinic, welches Obst beziehungsweise welche Obstprodukte eher gemieden werden sollten.

Obst kann nicht nur mit seinem Geschmack punkten, sondern enthält oftmals auch viele gesunde Nährstoffe, die unser Körper dringend braucht. Mindestens zwei Portionen Obst pro Tag werden daher als Bestandteil einer gesunden Ernährung empfohlen. Aber einige Obstvarianten sind weniger nahrhaft als andere. Ihren Verzehr sollten wir daher tendenziell reduzieren, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Jennifer Hyland.

Trauben nur in Maßen verzehren

Laut der Expertin sind vor allem Trauben eine der Obstsorten, die nur begrenzt verzehrt werde sollten. Zwar enthalten die Trauben auch Nährstoffe, aber sie sind besonders zuckerreich und ballaststoffarm, erklärt Hyland. „Es besteht die Gefahr, sich an den Trauben zu überessen, und das kann negative Folgen für die Gesundheit haben“, so die Expertin weiter. Statt die ganze Rebe auf den Teller zu legen, sollte man bei Trauben darauf achten, diese zu portionieren, damit nicht zu viele auf einmal konsumiert werden, rät Hyland.

„Eine andere Möglichkeit, das kontinuierliche Nachschieben der Trauben in den Mund zu kontrollieren, ist das Einfrieren der Trauben. Dadurch erhalten Sie eine süße Leckerei, die länger zum Essen braucht, so dass Sie nicht so viele essen werden. Und es ist auch ein großartiger Snack für die heißeren Sommermonate“, betont die Ernährungswissenschaftlerin.

Auch ist es immer sinnvoll, die Früchte mit einer Proteinquelle wie zum Beispiel einer Handvoll Nüsse zu kombinieren, um zu verhindern, dass der Zucker in Ihrem Blutkreislauf zu stark ansteigt, berichtet die Expertin weiter.

Wie gesund sind Trockenfrüchte?

Für den Snack zwischendurch scheinen Trockenfrüchte wie getrocknete Kirschen, Aprikosen, Beeren oder Preiselbeeren auf den ersten Blick besonders gut geeignet. Doch enthalten viele Trockenfrüchte einen Zuckerzusatz, der ihre Kalorien erhöht und auch den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt, so Hyland. Daher sei es wichtig, auf das Lebensmitteletikett zu achten.

Zudem werde den Früchten beim Trocknen der größte Teil ihres Wassergehalts entzogen, doch. Wasser (und Ballaststoffe) sind wichtig für das Sättigungsgefühl, berichtet die Expertin. Daher entstehe leicht das Bedürfnis, mehr von den Trockenfrüchten zu essen. Gegen den gelegentlichen Verzehr ist dabei laut Aussage der Ernährungswissenschaftlerin wenig einzuwenden, solange Sie Produkte ohne Zuckerzusatz wählen und auf die Portionsgröße achten. Allerdings bleibe frisches Obst die gesündere Variante.

Obst aus der Dose gänzlich meiden

Auf Obst aus der Dose sollte man der Expertin zufolge grundsätzlich eher verzichten. Denn Obstkonserven enthalten meist zusätzliche Kalorien aus dem Saft, in dem sie sich befinden (sofern nicht in Wasser verpackt) und die Frucht verliere viel von ihrem Geschmack, weil sie mit Flüssigkeit gesättigt ist.

Wie ist es mit Fruchtsäften und Smoothies?

Fruchtsäfte sind eine vermeintlich einfache Möglichkeit, den täglich Obstbedarf zu decken, doch gibt es bedeutende Unterschiede zwischen den Säften und dem entsprechenden Obst. Denn „selbst wenn sie keinen zusätzlichen Zucker enthalten, können viele dieser vorgefertigten Säfte und im Laden gekauften Smoothie-Mischgetränke Ihren Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben“, erläutert Hyland.

Denn die Ballaststoffe, welche in ganzen Früchten enthalten sind, sorgen dafür, dass der Blutzucker stabil und die Gefahr eines zu hohen Blutzuckerspiegels gering bleibt. Doch werde den vorgefertigten Säften und Smoothies oftmals der größte Teil der Ballaststoffe entfernt. Statt Säfte oder Smoothies im Laden zu kaufen, versuchen Sie, aus frischem Obst in Ihrem eigenen Mixer oder Entsafter eine Charge für die Woche vorzubereiten, rät Hyland. „Sie können Ihre Smoothies auch vorbereiten, einfrieren und mit Eis oder gefrorenen Früchten erneut mixen“, so die Expertin weiter.

Wer dennoch auf gekaufte kaltgepresste Säfte zurückgreifen möchte, sollte laut Hyland den Konsum ebenfalls „mit einer Handvoll Nüsse oder anderen gesunden Fetten und Proteinen kombinieren, um den Blutzucker zu stabilisieren.“ (fp)

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